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„Die jüngere Generation ist
nicht verantwortlich
für die deutsche Vergangenheit
aber dafür,
was sie aus ihr macht.“

Elie Wiesel

 

 

Die Johann-Conrad-Schlaun-Schule ist seit dem Schuljahr 2018/19 offiziell „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. 

 

Auf Initiative unserer SV verpflichteten sich gut 90 Prozent aller am Schulleben Beteiligter mit ihrer Unterschrift, dass sie sich zukünftig aktiv gegen jede Form von Rassismus und Intoleranz einsetzen werden.

So konnten wir Anfang April 2019 das Siegel „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ in Empfang nehmen.

Patin unserer Schule ist die chilenische Autorin und Sängerin Isabel Liptay, die uns bereits seit vielen Jahren begleitet.

 

Uns ist bewusst, dass alleine die Tatsache, dass wir nun das Siegel tragen, nichts verändert. 

Wir haben aber die Hoffnung, dass dies ein Ansporn ist, sich immer wieder bewusst mit den Themen „Rassismus“ und „Ausgrenzung“ zu beschäftigen und für die Werte der Bewegung SoR einzustehen. 

 

Regeln für unsere „Schule ohne Rassismus“ 

 

Wir Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Schule sagen NEIN zu Rassismus.

Weil alle Menschen gleichwertig sind, sollen sie auch gleiche Entwicklungschancen haben. 

Die Diskriminierung von Menschen wegen ihres Glaubens, des Geschlechts und der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe und Herkunft, der Behinderung, der Schulart, der Nationalität oder was auch immer, lehnen wir ab. 

Rassismus legitimiert Gewalt, hetzt Menschen aufeinander und schafft Hass und Feindschaft. Die Achtung der Menschenwürde beginnt damit, die Kulturen anderer Menschen ebenso wie die eigene Kultur zu erkennen, zu achten und zu respektieren.

Wir verpflichten uns, alle Formen und Äußerungen rassistischer und diskriminierender Art zu vermeiden und zu verhindern.

Unsere Schule soll, ihrem demokratischen Auftrag entsprechend, aktiv allen rassistischen Bemerkungen, Aussagen, Argumenten, Vorurteilen und Handlungen entgegentreten. Weil Vorurteile leicht für wahr gehalten werden, oder durch Wiederholung als wahr erscheinen, werden wir uns mit ihren Ursachen und Wirkungen auseinandersetzen.

Rassismus entwickelt sich oft dort, wo Menschen in ihren Gefühlen blockiert und kaum noch erreicht werden können; Argumente sind hier oft hilflos. 

Die Herstellung von vertrauten Beziehungen und sozialer Gerechtigkeit verhindert Hass. Die aktive Begegnung mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen ist Teil einer „Schule ohne Rassismus“. 

Wir werden Feste, Begegnungen und Veranstaltungen organisieren, um andere Kulturen und Menschen in unsere Schule miteinzubeziehen. Rassismus und Gewalt sollen mit den je eigenen Möglichkeiten in jedem Unterrichtsfach thematisiert werden.

 

Entstehung des Projektes Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage

 

Entstanden ist das Projekt 1988 in Belgien, als sich Schülerinnen und Schüler und Jugendarbeiter in Antwerpen zusammensetzten, um zu überlegen, wie dem Rassismus das Wasser abgegraben werden kann. Sie suchten nach einer Idee, mit der viele Gruppen und Initiativen ihre Energien bündeln können, um die Wirkung von Antirassismusarbeit über größere Regionen auszuweiten. Ihr Projekt „Schule ohne Rassismus“ hat sich heute zu einer Bewegung entwickelt, die öffentlichkeitswirksam und erfolgreich in Belgien und in den Niederlanden (Europa-Koordination) wirkt und nun als Pilotprojekt der europäischen Jugendkampagne „all different – all equal“ in Deutschland, Frankreich und England gestartet ist.

 

Wichtig: Das Projekt „Schule ohne Rassismus“ ist eine Jugendinitiative. Alle Erfahrungen haben gezeigt, dass erfolgreiche (Rassismus- und Gewalt-)Initiativen ihre Dynamik aus der Auseinandersetzung (z.B. unter Jugendlichen) gewinnen. Von daher entwickelt dieses Projekt seinen Erfolg aus der Initiative von unten und bezieht zu gegebener Zeit die Profession und Fachlichkeit z.B. von Lehrern u.a. mit ein.